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Sorpesee

Sorpesee im Sauerland

Der Sorpesee - ein Paradies für Wassersportler

Im Hochsauerlandkreis zwischen Amecke und Langscheid, den beiden Ortsteilen der Stadt Sundern, liegt die Sorpetalsperre etwa zehn Kilometer von Arnsberg entfernt im nördlichen Teil des Naturparks Sauerland-Höhenflug. Der tiefste Stausee im Sauerland verfügt mit dem Strandbad am Sorpesee und dem Strandbad Langscheid über zwei beliebte Badestellen. Zudem gibt es von der DLRG bewachte Areale an verschiedenen Zelt- und Campingplätzen. An der Strandpromenade in Langscheid befindet sich eine Hauptanlegestelle der MS Sorpesee. Das 37 Meter lange Ausflugsschiff bietet rund 300 Personen Platz und verfügt über ein einladendes Sonnendach. Darüber hinaus ist der Sorpesee im Sauerland ein Eldorado für Wassersportler. Die Fallwinde und Böen machen das Gewässer zu einem exzellenten Surf- und Segelrevier. Am See sind fünf Segelvereine ansässig. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Angebot der Bootsverleiher zu nutzen und zum Beispiel ein Tretboot zu mieten.

Taucher kommen an diesem schönen See im Sauerland ebenfalls auf ihre Kosten. In den ausgewiesenen Zonen sind nach vorheriger Anmeldung unter anderem auch Nachttauchgänge möglich. Angler freuen sich über das reiche Fischvorkommen in der Sorpetalsperre. Sportler nutzen den idyllisch gelegenen Golfplatz in Amecke mit der Driving Range, dem 9-Loch- und dem 6-Loch-Family-Platz. Durch die Golfanlage fließt der Sorpebach in Richtung des rund 500 Meter entfernten Sees. Auch Minigolfspieler kommen voll auf ihre Kosten. Der Minigolfplatz verfügt über 14 Stationen und befindet sich direkt neben dem Haus des Gastes. Wanderer umrunden den Sorpesee oder besuchen den Kyrill-Wald zwischen Sundern und Langscheid. Das Waldstück ist nach dem Orkan „Kyrill“ benannt, der am 18. Januar 2007 über den See und weite Teile des Sauerlands tobte. Das rund drei Hektar große Areal befindet sich in dem Zustand, in dem der Orkan die Landschaft zurückließ. Zwischen den umgestürzten Bäumen regt sich bereits neues Leben. Um das Naturdenkmal führt ein Fußgängerweg. Außerdem gibt es eine Aussichtsplattform. Seit dem Jahr 2005 existiert außerdem ein Rad- und Gehweg auf der Trasse des Sorperandkanals, der von Langscheid nach Amecke parallel zur westlichen Uferstraße verläuft.

Zu den Hauptattraktionen am Sorpesee im Sauerland gehört natürlich die Talsperre mit dem 69 Meter hohen Damm. Im gestauten Zustand fasst der See ein Volumen von rund 70 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Talsperre stabilisiert den Wasserstand in der Ruhr. Sie ist nach der Sorpe benannt. Diese ist wiederum ein Nebenfluss der Röhr, die schließlich in die Ruhr mündet. Gebaut wurde der Damm nach dem Ersten Weltkrieg. Gründe hierfür waren der steigende Wasserbedarf und auch die Trockenperiode in den Jahren 1920 und 1921. Der zwischen 1926 und 1935 errichtete Bau verfügte damals über ein Volumen von 68 Millionen Kubikmeter Wasser. Dampflokomotiven schafften mehr als 300 000 Tonnen Baumaterial zur damals größten Baustelle Europas. Erst 1963 erhöhte man das Stauziel und somit auch das Fassungsvermögen um zwei Millionen Kubikmeter.

Die Sorpetalsperre ereilte im Zuge des Zweiten Weltkriegs das gleiche Schicksal wie die Talsperre am Möhnesee. In der Nacht auf den 17. Mai 1943 bombardierte die britische Royal Air Force den Staudamm. Die Sorpetalsperre hielt dem Angriff jedoch besser stand als andere Dämme im Sauerland. Die Beschädigungen hielten sich in Grenzen. Am 15. Oktober 1944 erfolgte eine erneute Attacke mit 5,4 Tonnen schweren Bomben, die wiederum fehlschlug. Der massive Beschuss hinterließ lediglich einige Bombentrichter. Seit 2017 steht die Sorpetalsperre als Bauwerk unter Denkmalschutz.