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Hennesee

Hennesee im Sauerland

Der Hennesee bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten

Am nördlichen Rand des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge liegt der idyllische Hennesee in der Nähe von Meschede. Ein rund 60 Meter hoher und 276 Meter langer Damm staut das Wasser der Henne, eines Nebenflusses der Ruhr, zu einem See. Im Bereich der Hennetalsperre laden die Berghauser Bucht, im Osten bei Mielinghausen der „Strand“ und die Badestelle des Knaus Campingparks am Vorstaubecken zum Baden ein. An allen anderen Stellen ist das Schwimmen aus Sicherheitsgründen verboten. Die Berghauser Bucht befindet sich gegenüber der Staumauer und bietet Erholungssuchenden eine weitläufige Liegewiese. Das Areal wird von der DLRG überwacht. Es besteht nach Rücksprache mit der Rettungswache die Möglichkeit, zwischen Strand und Anlegestelle über 30 Meter tief zu tauchen. Badegäste nutzen auch gerne das Beachvolleyballfeld oder leihen sich ein Stand Up-Paddle-Board.

Die Berghauser Bucht ist die Heimat des Segel-Clubs Hennesee e.V. und des Ruderclubs Meschede. Im Seesüden befinden sich mit dem Yachtclub Südstrand und dem Segelclub Enkhausen zwei weitere Vereine. Am See ansässig ist auch der bereits 1938 gegründete Angelsportverein Sauerlandia. Die Angler nutzen die zahlreichen einsamen Buchten oder fischen vom Boot aus. Urlauber erwerben ein Tagesticket. Darüber hinaus lassen sich der Hennesee und seine Umgebung mit dem Bus, dem Schiff oder zu Fuß bequem erkunden. In den warmen Monaten von Ostern bis Oktober verkehrt die MS Hennesee zwischen dem Süd- und dem Nordufer zwischen Mielinghausen und dem Welcome Hotel. Auf dem Motorschiff ist Platz für etwa 400 Menschen. Der Bus fährt zwischen Eslohe und Meschede, wobei sich eine Busfahrt gut mit einem Schiffsausflug kombinieren lässt.

Wer gerne wandert, umrundet das Gewässer zu Fuß. Zu den Attraktionen am See gehört die Himmelstreppe, die im Hennepark beginnt. Über 333 Stufen gelangt der Besucher direkt auf den Staudamm. In der Dämmerung ist die Treppe romantisch beleuchtet. Eine Verbindung zwischen dem See und der Stadt Meschede bildet das Henne-Boulevard. Der Weg führt etwa zwei Kilometer am Fluss Henne entlang zum See. Am Henne-Boulevard befindet sich der Hennepark mit seinem attraktiven Freizeitangebot. Dazu gehören unter anderem Wasserbausteine und eine Aussichtsplattform. Eine beliebte Sehenswürdigkeit im Sauerland ist auch der zwei Kilometer lange SinnePfad am Hennesee mit seinen zehn Mitmach-Stationen. Nach vorheriger Absprache ist es zudem möglich, an einer Gruppenführung des Ruhrverbands teilzunehmen und die Hennetalsperre zu besichtigen. Zu sehen sind unter anderem das Kontrollsystem, die Grundablass-Stollen und das Wasserkraftwerk.

Die Hennetalsperre entstand von 1952 bis 1955. Bei höchstem Stand bedeckt das Wasser eine Fläche von 213 Hektar. Das Volumen des Gesamtstauraums beträgt 39,3 Millionen Kubikmeter. Die Hennetalsperre dient nicht nur der Erholung, sondern erfüllt vielmehr den Zweck, Zuschusswasser an der unteren und mittleren Ruhr bereitzustellen und somit das Defizit durch die Trinkwasserentnahme auszugleichen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Hochwasserschutz. Seit dem Jahr 2016 erfolgt die Trinkwasseraufbereitung des Talsperrenwassers. Bevor die moderne Hennetalsperre entstand, gab es schon einen gegen Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Vorläufer. 1948 lies man die Talsperre aufgrund vorangegangener Probleme leerlaufen. Schon als man die alte Talsperre errichtete, kam es zur Überflutung mehrerer Dörfer. Betroffen waren die Ortschaften Immenhausen, Enkhausen, Mielinghausen und Hellern. Bei sehr niedrigem Wasserstand, wie dies zuletzt im Jahr 2018 der Fall war, sind Teile der alten Bundesstraße sowie die Brücke von Hellern zu sehen.